SF Chinatown und der Tee

Finally nach fast einem Jahr hier in San Francisco (chees wo ist die Zeit nur geblieben – bereits ein Jahr??) hab ich mich endlich mal in einen der Teeläden hier im Chinatown getraut. Eigentlich hatten Marco und ich immer vor, doch mal auf den “guten Tee” umzusteigen, aber irgend wie sind wir immer an den Teebeutel hängen geblieben. Auf die Idee jetzt doch mal einen qualitativ besseren (und “sauteuren”) Tee zu probieren, bin ich allerdings nicht alleine gekommen, sondern eine Freundin und Teeliebhaberin hat mir ein paar coole Läden gezeigt – danke Sonja!

Falls ihr mal in SF seid kann ich euch somit den Vital Tealeaf im Chinatown, direkt an der Grant Ave empfehlen. Was ich besonders cool fand war der Fact, dass es dort eine große “Bar” gibt, und man dort freie Kostproben der Tees bekommt, einem die unterschiedlichen Wirkungsgrade der Tees erklärt werden und auch die richtige Zubereitung des Tees erläutert wird. Ich zum Beispiel hab nicht gewusst, dass man “guten” Tee bis zu fünf mal wieder verwenden kann, und dass der Tee keine 5 Minuten (oder 3 oder 6 Minuten… was auch immer, ihr wisst worauf ich hinaus will) ziehen soll, sondern den Tee nur kurz durch das Wasser geschwenkt wird.

Wieder was gelernt.

Wieder mal ein Buchvorschlag

Da ich immer noch von zu hause aus arbeite (und manchmal muss man sich ja ablenken **grins**), plus der Tatsache dass das amerikanische Fernsehen (zumindest am Nachmittag) mit dem schlechten deutschen Fernsehprogramm mithalten kann, lese ich immer noch viel.

Hier wieder mal ein super, duper Web 2.0 “Yippee a Year Buch”: The Long Tail von Chris Anderson (Chefredakteur vom “wired”).

Wir lesen ja nen Haufen von dem “Zeug” – und das Buch ist wirklich gut. Es beschreibt mit einer beachtenswerten Klarheit wie sich das Kaufverhalten von Konsumenten aufgrund virtueller Marktplätze verändert. Und warum Mainstream und Massenverkäufe vermutlich der Vergangenheit angehören, und den Nischenprodukten die Zukunft gehört.

Das Buch sollte im März in Deutsch erscheinen – ich hab aber trotzdem zu der Englischen Ausgabe verlinkt – ich finde der Deutsche Titel ist schlicht eine Frechheit: “Der lange Schwa..” richtig – ich will das hier nicht ausschreiben, sonst werden ich von den ganzen Perversen über Google gefunden. Lieber Long Tail Verlag (oder wer für den Mist auch immer verantwortlich ist) – die deutsche Community hier in der Bay Area ist wirklich groß – warum hab ihr da keinen nach einer eventuell adäquateren Übersetzung gefragt? “Der lange Schweif” zum Beispiel?

Ich will auch nochmal zum Fernsehprogramm was ich feststellen: die Wendung “…das amerikanische Fernsehen mit dem schlechten deutschen Fernsehprogramm mithalten kann…” ist durchaus so gemeint. Viele (in Europa/Deutschland) meinen ja immer noch, dass das TV Programm hier sooooo viel schlechter ist. Wir Deutschen wollen ja so was “Kultur” haben – obwohl ich mir darüber manchmal nicht sicher bin… Ich hab hier echt nen witzigen und leider sehr wahren Artikel von Oliver Kalkofe gefunden (der das mit dem Schreiben so viel besser kann).

Lake Tahoe im Winter

Letze Woche konnten es Marco und ich endlich einrichten mal uebers Wochenende nach South Lake Tahoe zu fahren.

Ueberfaellig war es ja schon laengst – schliesslich hab ich mir meine neue “Snowboard Kluft” bereits im November gekauft, und konnte es kaum abwarten endlich wieder mal auf dem Brettl zu stehen. Eines kann ich euch sagen – die Gegend rund um den Lake Tahoe ist auch im Winter (wie bereits erwartet) atemberaubend schoen!!

LT

Und das beste ist – dass man hier mit statistisch 300 Tagen schoenem Wetter fast eine Sonnenscheingarantie hat!! Leider hatten wir am Sonntag eher bewoelkes Wetter mit eisigem Wind; das wiederrum hielt aber einen Grossteil der anderen Fahrer ab sich allzu ausgiebig auf den Pisten auszutoben (diese “Schoenwetterfahrer” halt… in den Alpen waeren diese Wetterbedingungen noch als “gut” durchgegangen… zh.. zh…) Allerdings hat mich bereits am Sonntag ein fieser Muskelkater in Beschlag genommen, weswegen ich zum Schluss auch nicht mehr so konnte wie ich wollte. Natuerlich haben wir neben Fotos auch noch ausgiebig gefilmt, ich werde in den naechsten Tagen das Video uploaden – versprochen!!

Eines ist uns hier allerdings (fuer unsere Begriffe unangenehmes und gefaehrliches) aufgefallen: In den Sesselliften verwenden die meisten Ski- und Snowboardfahrer den Sicherheitesbuegel nicht!! Wir fanden das ziemlich unglaublich – der Lift bremst da mal unverhofft, und durch die Ski/Snowboard verlagert sich der Koerperschwerpunkt eh mehr nach unten… Ich persoenlich hab mich bei Amifilmen ja immer gewundert, wenn man mal eine Aufnahme am Sessellift gesehen hat, warum die keine Sicherheitsbuegel haben…. jetzt weiss ich das es sie gibt, allerdings nur sporadisch genutzt werden! Was wiederum sehr faszinierend ist wenn man bedenkt wie schnell und haeuftig es in den US zu horrenden Schadenersatzforderungen kommt… Ich/wir fuer meinen/unseren Teil waren da gerne “sehr uncool” und haben bei jeder Fahrt auf den Sicherheitsbuegel bestanden!

Ansonsten waren wir natuerlich endlos “cool” wie diese Bilder beweisen (**grins**):

Claudia LT Jan07
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Marco, LT Jan 07